4. Investoren
Zur Gruppe der institutionellen Private-Equity-Investoren gehören allen voran Kreditinstitute, Versicherungen, Pensionsfonds und Unternehmen. Allerdings investieren diese zumeist nicht direkt in die zu finanzierenden Unternehmen, sondern beteiligen sich als Investoren am Fundraising von Fonds und Dachfonds bzw. stellen ihre Mittel über abhängige Beteiligungsgesellschaften bereit. Banken bieten darüber hinaus auch mehr oder weniger standardisierte Mezzanine-Finanzierungsprogramme an, die zum Teil über Verbriefungen am Kapitalmarkt refinanziert werden.
Die öffentliche Hand engagiert sich vornehmlich im Bereich der Refinanzierung von PE-Investoren (z.B. über Ausfallbürgschaften), tritt aber mit bestimmten staatlichen Einrichtungen (z.B. den mittelständischen Beteiligungsgesellschaften) auch selbst gegenüber den Unternehmens als Kapitalgeber auf.
Anstelle oder ergänzend zu institutionellen Investoren können auch private Anleger als Kapitalgeber in Betracht kommen. Als Privatanleger kommen beispielsweise Business Angels, Mitarbeiter und im Rahmen einer Friends-and-Family-Aktion weitere unternehmensnahe Kreise in Betracht. Eingeschränkt wird der Kreis der potenziellen Investoren auf diesem sog. "informellen Private-Equity-Markt" lediglich durch das Rendite-Risiko-Profil der jeweiligen Investoren. Vielfach unbeachtet ist die Möglichkeit, dass PE-Finanzierungsinstrumente zum Teil im Rahmen einer so genannten Eigenemission auch außerhalb der Börse "öffentlich" angeboten werden können. Mit PE-Anlagen werden vor allem solche Investoren adressiert, die ihrem privaten Portfolio eine Geldanlage mit einem hohen Renditepotenzial beifügen möchten und einen möglichen Verlust des investierten Kapitals wirtschaftlich verkraften können.
