3. Abgrenzung zwischen Hedge-Fonds und Private-Equity-Gesellschaften
Teilweise werden die Begriffe Private Equity und Hedge Fonds fälschlicherweise synonym verwendet. Während Private Equity jedoch eine vergleichsweise neuartige Investitionsform im Vergleich zu traditionellen Anlagen wie börsennotierten Aktien, Renten oder Immobilien darstellt, liegen Hedge Fonds vorwiegend marktgängige Anlageformen zu Grunde. Hedge Fonds sind riesige Investmentgesellschaften bzw. -fonds, die meist aus dem angloamerikanischen Raum stammen. Mit der Einführung eines "Sondervermögens mit zusätzlichen Risiken" dürfen Kapitalanlagegesellschaften nun auch in Deutschland Hedge Fonds auflegen und vertreiben.
Hedge Fonds verfolgen Handelsstrategien, die sich stark von dem Geschäft eines Private-Equity-Investors unterscheiden und setzen dafür verschiedene Instrumente ein, darunter das Tätigen von Leerverkäufen (Short Selling), der Einsatz von Arbitrage-Strategien, der Handel mit Optionen oder anderen Derivaten sowie die extensive Nutzung von Leverage-Effekten (Hebelwirkung) durch die Aufnahme von Fremdkapital - im Grunde verdienen sie ihr Geld mit Wetten auf Kursentwicklungen jeglicher Art, sei es von Aktien, Rohstoffen oder Anleihen.
