| Übersicht 1. Begriffsursprung und Marktumfeld 2. Zentrale Merkmale mezzaniner Finanzierungsinstrumente 3. Zusammenfassung: Vorteile von Mezzanine-Kapital |
1. Begriffsursprung und Marktumfeld
a) Begriffsursprung und Erscheinungsformen
Der dem Italienischen entstammende Begriff "Mezzanine" bezeichnet ursprünglich in architektonischer Hinsicht ein niedriges Zwischengeschoss zwischen zwei Hauptstockwerken. Mezzanine-Finanzierungen stellen gleichsam ein "Zwischengeschoss" in bilanzieller Hinsicht dar: es handelt sich um Finanzierungsformen die zwischen Fremd- und Eigenkapital einzuordnen sind.
Diese Zwischenposition von Mezzanine-Kapital wird besonders hinsichtlich der Haftungstellung deutlich. Während es gegenüber dem Fremdkapital nachrangig ist, bleibt es bzgl. dem Eigenkapital vorrangig. D.h. bei eintretender Insolvenz werden zunächst alle ausstehenden Forderungen von Fremdkapital gebenden Gläubigern und erst dann von Mezzanine-Kapital investierenden Gläubigern befriedigt. Durch die Nachrangigkeit gegenüber dem klassischen Fremdkapital ist Mezzanine-Kapital somit in wirtschaftlicher Hinsicht als Eigenkapital zu bewerten. Unter dem Oberbegriff Mezzanine-Finanzierungen lassen sich somit alle Formen von Instrumenten der Unternehmensfinanzierung zusammenfassen, die eine Mischform aus Fremd- und Eigenkapital darstellen und sich durch ihre Nachrangigkeit auszeichnen.
