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Anleihen

Übersicht
1. Anleihen - Einleitung
2. Rechtliche Grundlagen
3. Arten von Schuldverschreibungen bzw. Anleihen
4. Besondere Anforderungen bei Wandelschuldverschreibungen
5. Bilanzielle Behandlung
6. Steuerliche Behandlung
7. Fazit

4. Besondere Anforderungen bei Wandelschuldverschreibungen

Beim Vorliegen von Wandelanleihen müssen in den Anleihebedingungen neben dem genauen Wandlungsverhältnis auch die Modalitäten für die Ausübung des Wandlungsrechts sowie für die Bedienung der Wandlungsansprüche festgelegt werden.

Bei der Gewährung eines Wandlungsrechtes steht das Unternehmen zunächst vor der Frage, ob zur Bedienung der Wandlungsoption Anteile der eigenen Gesellschaft oder einer anderen Gesellschaft verwendet werden sollen. Da Wandelanleihen - anders als klassische Unternehmensanleihen - hauptsächlich zur langfristigen Stärkung der Eigenkapitalbasis eingesetzt werden, sollte die Wandlungsoption auf eigene Anteile des Unternehmen gerichtet sein. Insoweit können bereits vor Auflage der Anleihe die rechtlichen Voraussetzungen für die Bedienung der Option geschaffen werden, wobei bei Aktiengesellschaften auf Bedingtes Kapital bzw. Genehmigtes Kapital zurückgegriffen werden kann. Bei GmbHs oder KGs empfiehlt es sich, im Gesellschaftsvertrag eine entsprechende Klausel aufzunehmen, wonach bei Ausübung der Wandlungsoption zwingend ein entsprechender Geschäftsanteil im Wege der Kapitalerhöhung zu bilden ist und die Gläubiger der Wandelanleihe zur Übernahme der Anteile zugelassen werden. Neben der Kapitalerhöhung können auch Anteile aus dem Bestand von Altgesellschaftern zur Bedienung der Option eingesetzt werden.