3. Arten der Schuldverschreibungen bzw. Anleihen
Es bieten sich einem Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, bei der Emission von Schuldverschreibungen die jeweiligen Anleihebedingungen individuell zu gestalten, da sich der Inhalt des Gläubigeranspruchs grundsätzlich aus den Anleihebedingungen ergibt und diese im Wesentlichen zwischen Unternehmen und Fremdkapitalgeber privatautonom ausgestaltet werden können. Die Konditionen einer Anleihe setzen sich typischerweise zusammen aus Emissions- und Rückzahlungskurs, Nominalzinssatz und Laufzeit.
a) Klassische Unternehmensanleihen
Der Anleihegläubiger stellt dem Unternehmen üblicherweise Kapital in Form eines Darlehens zur Verfügung. Dementsprechend handelt es sich bei der vom Emittenten versprochenen Leistung meist um die Rückzahlung dieses Geldbetrages zuzüglich eines ebenfalls in Geld geschuldeten Zinses.
Genau wie bei einem einfachen Darlehen kann die Kapitalbindung, Kündigung, Verzinsung und Rückzahlung sehr flexibel gestaltet werden. Die Kapitalbindung kann befristet oder unbefristet sein. Es können verschiedenen Kündigungsrechte vereinbart werden und die Verzinsung kann fest oder variabel sein und darüber hinaus ist die Vereinbarung eines ergebnisabhängigen Gewinnanteils oder auch eine Kombination verschiedener Renditeformen möglich.
